Taschenmesser Informationen

Schon seit Jahrtausenden wird es von seinem Benutzer geschätzt – und zwar aus dem einen Grund, der sich schon im Namen versteckt: Taschenmesser. Denn der Hauptvorteil findet sich in der Eigenschaft, daß die Klinge beim Transport keinen Schaden anrichtet – vorausgesetzt ist hier natürlich die richtige Benutzung. Moderne Messer besitzen längst eine Verriegelung, die ein unbeabsichtigtes Öffnen ausschließt.
Taschenmesser gibt es schon länger, als man gemeinhin vermuten würde.

Wohl schon in der Neusteinzeit wußten die Jäger, daß eine geschützte Klinge beim Transport keinen Schaden anrichten kann. Da hier aber bei weitem noch nicht an einen Mechanismus als Schutz gedacht werden konnte, benutzte man Fellstücke oder auch Holz zum Schutz der Klingen, die selbstverständlich noch aus Stein waren – aber durchaus eine Schärfe aufwiesen, die schnell zu Verletzungen führen konnte. Aber der Zweck dieser frühgeschichtlichen Waffe, war eben, daß sie überwiegend auf der Jagd ihren Dienst tun musste.

Die ersten geschichtlich dokumentierten Taschenmesser, die tatsächlich einen Klappmechanismus aufwiesen, fanden sich bereits im 1. Jahrhundert nach Christus.
Die damals verwendeten Materialien waren hautpsächlich Eisen und Bronze.
Die Meinungen, was eine genau Datierung des ersten Taschenmessers betrifft, gehen aber auseinander und reichen auch stellenweise weit in die Zeit der klassischen Antike zurück.

Mit Beginn der industrieellen Revolution im 18. Jahrhundert wuchsen die technischen Möglichkeiten auch im Bereich der Taschenmesserfertigung an. Während manche Firmen sich auf die Herstellung von diesen Messern spezialisierten, gab es auch einige, die diese neben anderen Metallprodukten anboten.

Die bis heute führende Nation in der Herstellung von Taschenmessern ist nach wie vor die Schweiz, wo seit Ende des 19. Jahrhunderts qualitativ hochwertige und langlebige Modelle produziert werden. Die spezielle Eigenschaft der schweizer Messer liegt im multifunktionellen Aufbau. Es gibt Modelle, die über sage und schreibe 141 Funktionen bei 87 unterschiedlichen Elementen verfügen.

Auch in Frankreich machten sich Ende des 19. Jahrhunderts einige Hersteller einen Namen, die bis heute noch hochwertige Taschenmesser produzieren.

Ab Mitte der 1950iger Jahre wurden auch Multifunktions-Messer mit allen erdenkliche Funktionen entwickelt. In diese Modelle sind unter anderem auch integrierte Schraubendreher, Scheren und Zangen enthalten, die auch von Berufshandwerkern sehr geschätzt werden.
Was die Art der Produktion der heutigen Messer betrifft, so gibt es zwischen den Herstellern einige Unterschiede. Manche Taschenmesser werden komplett unter Nutzung der modernsten Computertechnik hergestellt. Aber einige Traditionsunternehmen legen auch heutzutage noch größten Wert auf Handarbeit. So werden Klingen wie Griffe vollständig von Hand bearbeitet. Der Kunde kann sich hier bei jedem Kauf sicher sein, ein absolutes Unikat erhalten zu haben, auf das er selbstverständlich eine langjährige Garantie gewährt bekommt.

Die Messerindustrie ist heute bestrebt, möglichst viele Einsatzbereiche abzudecken.
So werden die Wünsche von Jägern ebenso befriedigt wie die von Tauchern. Weiterhin spielen Messer auch im militärischen Bereich eine wichtige Rolle, da sie in manchen Fällen dem Benutzer das Überleben sichern können. Unbedingt erwähnenswert ist, daß die in den letzten Jahren vermehrt angebotenen Einhandmesser, die – wie der Name schon sagt – mit einer Hand geöffnet werden können, dem Waffengesetz unterliegen und deren Mitführen im Allgemeinen in Deutschland verboten ist.